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Empfohlener Beitrag Matera.info

Basilikata: Die Region, die sich vor ihren Besuchern versteckt

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📖 Lesezeit: ca. 8 Minuten 🏷️ Basilikata, Reisebericht, Matera, Italien Ich blicke auf die Sassi di Matera, helles Licht auf den Höhlenwohnungen Basilikata: Die Region, die sich vor ihren Besuchern versteckt Ich reise seit Jahren immer wieder nach Süditalien – genauer gesagt nach Montescaglioso, einer Kleinstadt mit rund 10.000 Einwohnern unweit von Matera in der Basilikata. Die Region liegt mir nicht zufällig am Herzen: Hier liegen die Wurzeln meiner väterlichen Familie, hier hat meine Tante Lina bis heute ihre Orecchiette von Hand geformt. Für viele Reisende endet Italien irgendwo in der Toskana, in Florenz oder an der Amalfiküste bei Neapel . Auch Sizilien und Sardinien sind längst auf jeder Italien-Bucketlist zu finden. Ein Basilikata Urlaub hingegen bleibt auf der touristischen Landkarte erstaunlich blass. Dabei hat diese Region fast alles, was man sich von einem Italien-Urlaub erhofft – nur eines nicht: einen einfachen Weg dorthi...

Rauchen im Nachkriegsitalien: Mein Vater erzählt von Zigaretten, Armut und Alltag in den 1950ern

  Rauchen im Nachkriegsitalien: Mein Vater erzählt von Zigaretten, Armut und Alltag in den 1950ern Mein Vater Francesco ist Jahrgang 1943. Aufgewachsen in Montescaglioso, einem kleinen Ort im Süden Italiens, erzählt er mir immer wieder Geschichten aus jener Zeit – ehrlich, ungeschönt, manchmal mit einem Schmunzeln, manchmal mit diesem Blick, der sagt: „So war das eben.“ Er war noch ein Kind, konnte weder lesen noch schreiben, als er anfing, vor den Bars die Kippenreste aufzusammeln. Die guten Enden, die noch ein bisschen Tabak hatten. Daraus drehten er und seine Gang sich seine eigenen Zigaretten – mit Zeitungspapier, manchmal mit dünnen Blättern, die er irgendwo fand. Heute, viele Jahrzehnte später, erzählt er uns, wie das damals wirklich war – mit den Zigaretten in Italien, kurz nach dem Krieg. Keine Nostalgie, sondern echte Erinnerung.  -->  Zigarettenstummel und Kindheitsträume: wie ich mit 7 anfing zu rauchen. Wiederaufbau, Wohlstand und eine neue „Rauchkultur“ ...

Chiesa di San Francesco d’Assisi (Matera)

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Chiesa di San Francesco d’Assisi (Matera) Ort: Piazzetta San Francesco d’Assisi, 75100 Matera, Basilikata, Italien.  Baujahr / Bauphasen: Ursprünglich im 13. Jh. errichtet (Überbauung einer älteren unterirdischen Kirche der Santi Pietro e Paolo), im 15. Jh. erweitert, im 18. Jh. mit barocker Fassade versehen. Architekturbauform: Eine Hauptschiff („Navata unica“) mit seitlichen Kapellen; Außen eine barocke Fassadenfront mit Statuen der Maria Immaculata, des hl. Franziskus und des hl. Antonius. Besonderheiten: Unterhalb der Kirche liegt eine frühere unterirdische Kirche mit Fresken; ein neunteiliges Polytichon aus dem 15. Jh. von Lazzaro Bastiani. Zuständigkeit / Nutzung: Funktionierende Pfarrkirche im Zentrum von Matera, öffentlich zugänglich. Eine besondere Kirche in Matera. Chiesa di San Francesco d’Assisi (Matera). Foto von Douglas Alberto Nave Geschichte im Überblick Die Geschichte dieser Kirche ist nicht schnurgerade – eher wie ein Puzzle mit vielen Teilen. Um’s ...

Steckbrief: Grottataglie

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Grottaglie – Keramik, Kalkstein und ein bisschen Alltag in Apulien Meine gute Freundin Gabi , die in Karlsruhe eines der schönsten Cafés der Stadt betreibt , ist seit einigen Tagen in Bernalda unterwegs. Heute schrieb sie mir: „Ich mache einen Tagesausflug nach Grottaglie.“ Kurz darauf kam ein Foto: verwinkelte Gassen, helles Licht, Tonkrüge auf Mauervorsprüngen. Grund genug, euch Grottaglie in Apulien einmal näher vorzustellen. Lage & Region Grottaglie liegt in der Region Apulien (italienisch: Puglia), in der Provinz Tarent (Taranto). Das Städtchen befindet sich auf einer Hügelkette der Murgia, umgeben von tiefen Kalksteinschluchten – kein Mittelmeerstrand-Ort, sondern eher Hinterland mit Charakter. Warum auffallen? Obwohl klein, fällt Grottaglie durch eine starke keramische Tradition auf: Ton- und Keramikwerkstätten prägen das Stadtbild. Zudem ist die Topografie interessant: Die Stadt liegt in einem Gelände mit tief eingeschnittenen Ravinen, was ihr Erscheinungsbild un...

Maria und Peppino: Als es in Montescaglioso noch keine Kanalisation gab – ein Blick zurück in die Geruchsgeschichte

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 Als es in Montescaglioso noch keine Kanalisation gab – ein Blick zurück in die Geruchsgeschichte Einleitung Wir sitzen hier in Montescaglioso , bei Peppino und Maria – zwei wunderbare Menschen, die mehr Geschichten über „Monte“ kennen, als jedes Geschichtsbuch hergeben könnte. Bei einem authentischen Caffè und ein paar Gebäckstücken, die Maria aus unserer Lieblingskonditorei  geholt hat, geht es heute wieder um Vergangenes, um Dinge, die man sich kaum mehr vorstellen kann. Peppino erzählt lebhaft, Maria ergänzt mit einem Lächeln, und irgendwo dazwischen mischt sich auch mein Vater Francesco ein – mit kleinen Erinnerungsfetzen, die das Bild noch runder machen. Sergio und ich hören gebannt zu, staunen, lachen, schütteln manchmal den Kopf. Das Thema heute: die Kanalisation – oder besser gesagt, die Zeit, als es sie noch nicht gab . Kaum zu glauben, was Peppino und Maria berichten. Und gleichzeitig spürt man, wie weit Montescaglioso gekommen ist – von damals bis heute. E...

Matera als Filmkulisse – auch jenseits der großen Blockbuster

Matera als Filmkulisse – auch jenseits der großen Blockbuster Wenn man „Matera“ und „Film“ in einem Satz hört, denken viele sofort an Mel Gibsons The Passion of the Christ oder den letzten James Bond . Verständlich. Diese Filme haben das Bild der Stadt mit ihren Höhlenwohnungen in alle Welt getragen. Aber Matera kann mehr. Viel mehr. Die Stadt im Süden Italiens ist längst nicht nur Kulisse für Bibel-Epen und Actionfilme – sondern auch ein Rückzugsort für kleinere Produktionen, Dokus und experimentelle Filme, die hier ganz andere Geschichten erzählen. Zwischen Weltkulturerbe und Wirklichkeit Matera wirkt manchmal wie aus der Zeit gefallen. Die Sassi – also die in den Fels gehauenen Altstadtviertel – sehen je nach Licht wie eine Filmkulisse aus, die man einfach stehen gelassen hat. Und genau das nutzen viele Filmschaffende. Während große Produktionen oft mit riesigem Aufwand anrücken, arbeiten kleine Teams hier mit erstaunlicher Ruhe. Ein Beispiel: Der italienische Film Il Vangelo ...

Ein Morgen in Montescaglioso – Pierino, das Feld und der wahre Geschmack des Südens

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Ein Morgen in Montescaglioso – Pierino, das Feld und der wahre Geschmack des Südens Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser von montescaglioso.online . Ich möchte euch heute ein kleines Stück Alltag aus Montescaglioso erzählen – genauer gesagt, von meiner Tante Lina und meinem Onkel Pierino . Fast jeden Morgen – oder sagen wir: an den meisten Tagen – steht Pierino früh auf. Noch bevor die Sonne über die Dächer von "Monte" klettert, ist er schon auf dem Weg „al campo, in campagna“ , zum Feld. Ein paar Kilometer außerhalb des Ortes liegen seine Parzellen, überschaubar, aber liebevoll gepflegt. Obst, Oliven, Gemüse – genug für die Familie und ein paar Freunde. Kein großes Geschäft, eher ein stilles Ritual, aber auch harte Arbeit und körperliche hohe Belastung. Wenn der Tag noch nach Erde riecht Wenn Pierino losfährt, ist es oft noch stockdunkel. Nur der Motor seiner "Ape" tuckert leise durch die Gassen. Er beeilt sich, denn sobald die Sonne herauskommt, wird ...

Ein paar Tage nach Montescaglioso – Herbstlicht, Meerluft und Espresso

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  Ein paar Tage nach Montescaglioso – Herbstlicht, Meerluft und Espresso Mitte Oktober. Der Sommer liegt noch in der Luft, aber die Hitze ist vorbei. Wir sind wieder in Montescaglioso , einem ruhigen Ort in der Region Basilikata , unweit der Grenze zu Apulien . Einen günstigen Flug gefunden, gelandet in Bari – und dort direkt unseren Leihwagen abgeholt. Den hatten wir schon in Deutschland online reserviert, ganz unkompliziert. Die Fahrt durch Süditalien ist jedes Mal ein kleines Erlebnis. Endlose Olivenhaine, leere Landstraßen, das warme Licht über den Hügeln. Zwischenstopps lohnen sich – ein Espresso an einer Tankstelle irgendwo zwischen Gravina und Matera kann überraschend gut schmecken. In Montescaglioso angekommen, empfängt uns der Herbst von seiner besten Seite: 23 Grad, Sonne satt, ein Himmel, so blau wie gemalt. Für Mitte Oktober – perfekt. Für 3 Euro darf man den ganzen Tag in Montescaglioso parken. Morgens in der Altstadt Der Tag beginnt mit einem Kaffee. Natürlic...