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Empfohlener Beitrag Matera.info

Matera im Mittelalter – Stadtlandschaft, Machtstrukturen und das alltägliche Leben

  Matera im Mittelalter – Stadtlandschaft, Machtstrukturen und das alltägliche Leben Matera wirkt heute manchmal wie ein Ort, der zufällig in der Zeit stehen geblieben ist. Genau dieser Eindruck führt direkt ins Mittelalter, denn viele Strukturen der Altstadt – besonders in den Sassi – wurzeln in jener Epoche. Die verzweigten Höhlenhäuser, die teilweise übereinander gestapelt wirken, waren keine romantische Kulisse, sondern überlebenswichtige Architektur. Praktisch, zweckmäßig, oft hart. Und dennoch erstaunlich raffiniert. Stadtstruktur: Ein Gewirr, das Sinn ergab Die mittelalterliche Stadtstruktur Materas bestand aus engen Gassen, natürlichen Terrassen und Felskammern. Vieles entstand nicht durch planerische Meisterleistung, sondern durch Anpassung. Man baute, wo Fels war – und wo Wasser erreichbar blieb. Die Bewohner nutzten ausgeklügelte Zisternensysteme, die Regenwasser sammelten und verteilen konnten. Keine Luxuslösung, eher ein System, das Notwendigkeit in Technik verwan...

Geheime Aussichtspunkte in Matera: Plätze, die kaum auf Instagram auftauchen

Geheime Aussichtspunkte in Matera: Plätze, die kaum auf Instagram auftauchen Wenn man an Matera denkt, kommen sofort die weltberühmten Sassi in den Kopf: enge Gassen, steinerne Häuser, jahrhundertealte Kirchen. Aber die Stadt im Südwesten Italiens birgt noch mehr Geheimnisse. Abseits der Touristenpfade gibt es Aussichtspunkte, von denen man einen unverstellten Blick auf die Stadt und die umgebende Landschaft hat – Plätze, die kaum auf Instagram auftauchen und selbst viele Einheimische nur sporadisch aufsuchen. Ich habe mich auf die Suche gemacht, die Kamera dabei, den Notizblock in der Hand, und einige überraschende Orte gefunden. 1. Warum Matera nicht nur Sassi ist Matera liegt in der Region Basilikata und hat etwa 60.000 Einwohner. Bekannt ist die Stadt vor allem für die Sassi, historische Höhlensiedlungen, die seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Doch das urbane Zentrum ist nur die halbe Geschichte. Die Stadt erstreckt sich über mehrere Hügel, Schluchten und Plateaus, di...

Google Trends analysieren: Hat „Matera“, „I Sassi di Matera“ oder „Basilikata“ saisonale Suchspitzen?

Google Trends analysieren: Hat „Matera“, „I Sassi di Matera“ oder „Basilikata“ saisonale Suchspitzen? Wenn man nach Italien reist, stolpert man schnell über Begriffe wie Matera , I Sassi di Matera oder Basilikata . Aber wann suchen Menschen eigentlich danach? Google Trends ist das perfekte Tool, um solche Muster aufzudecken. Heute schauen wir uns an, ob es saisonale Peaks gibt – und was sie über das Reiseinteresse verraten. Die Basics: Google Trends verstehen Bevor wir eintauchen: Google Trends zeigt das relative Suchvolumen eines Begriffs über die Zeit. Es geht nicht um absolute Zahlen, sondern um die Popularität im Vergleich zum Gesamtvolumen. Also: Ein Wert von 100 bedeutet „Höchster Punkt“ im betrachteten Zeitraum, 50 heißt „halb so beliebt“. Kurz gesagt: Trends zeigen uns, wann die Welt auf ein Thema Lust hat. Nicht mehr, nicht weniger. Matera vs. I Sassi di Matera vs. Basilikata Ich habe die drei Begriffe mal in Google Trends eingegeben. Überraschung: Es gibt tatsächlich U...

Chiesa di San Francesco d’Assisi (Matera)

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Chiesa di San Francesco d’Assisi (Matera) Ort: Piazzetta San Francesco d’Assisi, 75100 Matera, Basilikata, Italien.  Baujahr / Bauphasen: Ursprünglich im 13. Jh. errichtet (Überbauung einer älteren unterirdischen Kirche der Santi Pietro e Paolo), im 15. Jh. erweitert, im 18. Jh. mit barocker Fassade versehen. Architekturbauform: Eine Hauptschiff („Navata unica“) mit seitlichen Kapellen; Außen eine barocke Fassadenfront mit Statuen der Maria Immaculata, des hl. Franziskus und des hl. Antonius. Besonderheiten: Unterhalb der Kirche liegt eine frühere unterirdische Kirche mit Fresken; ein neunteiliges Polytichon aus dem 15. Jh. von Lazzaro Bastiani. Zuständigkeit / Nutzung: Funktionierende Pfarrkirche im Zentrum von Matera, öffentlich zugänglich. Eine besondere Kirche in Matera. Chiesa di San Francesco d’Assisi (Matera). Foto von Douglas Alberto Nave Geschichte im Überblick Die Geschichte dieser Kirche ist nicht schnurgerade – eher wie ein Puzzle mit vielen Teilen. Um’s ...

Unterwegs in der Basilikata: Von Matera nach Montescaglioso und Castelmezzano

  Unterwegs in der Basilikata: Von Matera nach Montescaglioso und Castelmezzano Wir besuchen die Basilikata. Das Augenmerk ist natürlich Matera , die Stadt der Sassi, weltbekannt und seit Jahren auf allen Reisekarten. Von hier aus starten wir unsere Ausflüge in die Umgebung. Einer führt uns nach Montescaglioso , die Heimat meines Vaters, ein kleiner Ort mit einer langen klösterlichen Tradition. Ein anderer Abstecher bringt uns in die Berge – nach Castelmezzano , wo seit Kurzem eine neue Attraktion für Gesprächsstoff sorgt. Montescaglioso: Klosterstadt am Rand der Murge Montescaglioso liegt nur rund 15 Kilometer von Matera entfernt. Wer durch die engen Gassen schlendert, stößt immer wieder auf Spuren der Benediktiner. Besonders das Abbazia di San Michele Arcangelo , ein Kloster mit Ursprüngen im 11. Jahrhundert, dominiert das Ortsbild. Für mich persönlich hat der Ort noch eine andere Bedeutung: Hier liegen die Wurzeln meines Vaters. Vielleicht schaue ich deshalb genauer hin, we...

Matera, die Sassi und Drohnenaufnahmen: Ein praktischer Guide

  Matera, die Sassi und Drohnenaufnahmen: Ein praktischer Guide Matera – diese Stadt ist anders. Wer sie zum ersten Mal sieht, fragt sich: Wie kann ein Ort so alt und gleichzeitig so lebendig wirken? Die Sassi di Matera, die steinernen Höhlenwohnungen, sind ein architektonisches Wunderwerk, das in den Felsen gemeißelt wurde. Und wenn man sie aus der Luft betrachtet, wird einem erst richtig klar, wie beeindruckend dieser Ort ist. Aber Moment mal – darf man hier überhaupt mit einer Drohne fliegen? 🎥 Drohnenflüge in Matera: Was ist erlaubt? Ja, grundsätzlich darfst du in Italien mit einer Drohne fliegen. Aber: Matera ist nicht irgendeine Stadt. Sie steht unter besonderem Schutz. Das bedeutet, dass du nicht einfach deinen Copter auspacken und losfliegen kannst. 📋 Die wichtigsten Regeln im Überblick: Höhenbegrenzung : Für Freizeitpiloten liegt die maximale Flughöhe bei 70 Metern, für kommerzielle Flüge bei 150 Metern.  Sichtkontakt : Du musst deine Drohne immer im dire...

Lido di Policoro: Ein realistischer Blick auf einen entspannten Küstenort in Süditalien

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  Lido di Policoro: Ein realistischer Blick auf einen entspannten Küstenort in Süditalien Lido di Policoro – der Name klingt nach Urlaub, Sonne und Meer. Und ja, das ist er auch. Aber eben nicht auf die überzuckerte Art, wie man sie von überlaufenen Ferienhochburgen kennt. Hier geht’s eher entspannt zu, fast schon ein bisschen verschlafen. Und genau das macht den Charme dieses Küstenorts in der süditalienischen Region Basilikata aus. Lage und Anreise Lido di Policoro liegt an der Ionischen Küste, etwa 4 Kilometer nordwestlich von Policoro, einer Kleinstadt in der Provinz Matera. Wer von Deutschland aus anreist, landet meist in Bari oder Neapel und fährt dann mit dem Mietwagen oder Bus weiter. Die Fahrt dauert je nach Verkehr etwa 2,5 bis 3 Stunden. Wer mit dem Zug kommt, erreicht Policoro über die Linie Bari–Taranto–Reggio Calabria. Der Strand: 7 Kilometer Sand, Sonne, Meer Der Strand von Lido di Policoro erstreckt sich über rund 7 Kilometer und ist größtenteils feinsandig – i...

Traditionelle Weine aus kleinen Matera-Kellern

Traditionelle Weine aus kleinen Matera-Kellern Wenn man an Matera denkt, kommen zuerst die Sassi, die uralten Höhlenwohnungen, und die dramatische Landschaft der Basilikata in den Sinn. Doch nur wenige wissen, dass die Region rund um Matera auch eine alte Weinbautradition hat, die bis in die Antike zurückreicht. Es sind nicht die großen Weingüter, die hier den Ton angeben, sondern kleine, oft familiengeführte Kellereien, in denen noch echte Handarbeit zählt. Weinbau in Matera – klein, aber fein Matera liegt im Herzen der Basilikata, einer der kleineren Weinregionen Italiens. Rund 200 Kilometer Küste trennen sie vom Tyrrhenischen Meer, die Apenninen im Norden formen das Klima. Es ist ein kontinentales Klima, leicht mediterran beeinflusst. Genau diese Mischung sorgt für interessante, eigenständige Weine. Die Rebflächen rund um Matera sind überschaubar: etwa 2.500 Hektar sind offiziell registriert, das meiste sind autochthone Rebsorten wie Aglianico , Primitivo , Malvasia Nera und Fi...

Potenza (Basilikata) – Reisetipps, Sehenswürdigkeiten und persönliche Eindrücke

Potenza (Basilikata) – Reisetipps, Sehenswürdigkeiten und persönliche Eindrücke Potenza ist die Hauptstadt der Basilikata – und gleichzeitig die höchstgelegene Regionalhauptstadt Italiens. Mit ihren 819 Metern über dem Meeresspiegel thront sie über Tälern und Bergen, verbunden durch Serpentinen, Brücken und Rolltreppenanlagen. Wer einen Abstecher wagt, merkt schnell: Potenza ist keine Stadt der Postkartenmotive, sondern ein Ort voller Kontraste, der erst auf den zweiten Blick fasziniert. Anreise nach Potenza – wie kommt man hin? Die Lage macht es nicht ganz einfach: Potenza ist von Neapel oder Salerno aus erreichbar, entweder per Zug oder Auto. Zug: Direktverbindung von Salerno, Fahrtzeit rund 2 Stunden, schöne Panoramastrecke. Auto: Mehr Flexibilität, aber kurvige Bergstraßen. Tipp: Wer Matera besucht, kann Potenza gut als Zwischenstopp einbauen. Sehenswürdigkeiten in Potenza Via Pretoria – das Herz der Stadt Die zentrale Fußgängerzone verbindet Kirchen, Cafés und Ges...

Geheimnisse der Basilikata-Küche: Ein kulinarischer Leitfaden durch den Süden Italiens

Geheimnisse der Basilikata-Küche: Ein kulinarischer Leitfaden durch den Süden Italiens Die Basilikata – rau, ursprünglich und oft übersehen – birgt eine der faszinierendsten kulinarischen Landschaften Süditaliens. Eingebettet zwischen den Apenninen und dem Ionischen Meer liegt eine Region, in der Jahrhunderte alte Traditionen, bäuerliche Einfachheit und überraschende Raffinesse miteinander verschmelzen. In Städten wie Matera , Castelmezzano , Montescaglioso , Bernalda , Potenza , Alberobello (grenznah in Apulien) und dem antiken Metaponto erlebt man eine Küche, die mehr ist als nur Nahrung – sie ist Identität, Geschichte und Kultur zugleich. 1. Ursprung und Philosophie der Basilikata-Küche  Die Küche der Basilikata ist arm an Prunk, aber reich an Geschmack. Sie wurzelt in der „cucina povera“ – der armen Küche –, die sich auf einfache, lokale Zutaten stützt. Weniger ist hier tatsächlich mehr. Durch geschickte Verarbeitung, Techniken der Haltbarmachung und das Verwenden jedes n...