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Empfohlener Beitrag Matera.info

Matera 2026: Was sich ändert. Und was bleibt.

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Matera 2026: Was sich ändert. Und was bleibt. Matera ist kein Ort, der sich jedes Jahr neu erfindet. Veränderungen passieren hier langsam. Manchmal fast widerwillig. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf 2026. Nicht als großes Umbruchjahr, sondern als Moment, in dem sich Entwicklungen bündeln. Wer Matera kennt, fragt sich eher: Wird es ruhiger oder noch voller. Wird reguliert oder weiter improvisiert. Und was bedeutet das konkret für Reisende, Langzeitbesucher oder Menschen, die schon länger mit dem Gedanken spielen, wiederzukommen. Hintergrund: Von der Randlage zum Dauerinteresse Matera war lange abgehängt. Wirtschaftlich, infrastrukturell, touristisch. Die Sassi galten bis in die 1950er-Jahre als Schande des Landes. Umsiedlungen, Verfall, Leerstand. Dann kam der langsame Perspektivwechsel. UNESCO-Welterbe 1993. Europäische Kulturhauptstadt 2019. Seitdem steht Matera auf vielen Karten, auf denen es vorher nicht vorkam. 2026 ist kein neues Kapitel, sondern eher eine Fußnote, di...

Cartellate – Weihnachtsgebäck aus Basilikata und Apulien mit Geschichte und Geschmack

  Cartellate – Weihnachtsgebäck aus Basilikata und Apulien mit Geschichte und Geschmack Cartellate. Allein der Name klingt schon ein bisschen nach Festtagstisch, nach Tradition und nach Dingen, die Zeit brauchen. Wer Weihnachten im süden verbringt, wird an diesen spiralförmigen, frittierten Teigkringeln nicht vorbeikommen. Sie gehören dort zum Dezember wie Panettone in Mailand oder Vanillekipferl in Wien. Meine Tante Lina aus Montescaglioso macht die besten. Herkunft und Bedeutung Die Cartellata (Einzahl) ist ein Gebäck aus Süditalien, genauer gesagt aus Basilikata und Apulien, manchmal auch in angrenzenden Regionen wie Kalabrien anzutreffen. Der Ursprung lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Manche Historiker verweisen auf Darstellungen von Kringelgebäck in byzantinischen Mosaiken. Andere vermuten einen arabischen Einfluss, weil die Kombination von frittiertem Teig und süßem Sirup in vielen orientalischen Küchen verbreitet ist. Ich habe die ersten Cartellate in Matera g...

Die geheimen Schätze von Montescaglioso: Wenn Tante Lina ihre kulinarischen Geheimnisse preisgibt

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Die geheimen Schätze von Montescaglioso: Wenn Tante Lina ihre kulinarischen Geheimnisse preisgibt Ein kulinarisches Abenteuer zwischen Tradition und Genuss Cari lettori von montescaglioso.online, liebe Leserinnen und Leser! Setzt euch bequem hin, schenkt euch einen guten Wein ein und lasst mich euch eine Geschichte erzählen, die so süß und bitter zugleich ist wie das Leben selbst in unserer geliebten Basilikata. Ein Foto, das alles verändert Es war ein ganz gewöhnlicher Dienstagmorgen, als mein Telefon summte. Wieder einmal hatte meine liebe Tante Lina aus Montescaglioso zugeschlagen – nicht mit einem ihrer berühmten Löffel-Hiebe, mit denen sie früher uns Kinder zur Räson drohte, sondern mit etwas viel Verführerischerem: einem Foto ihrer neuesten kulinarischen Kreation. Diesmal waren es eingelegte Artischocken-Herzen, so perfekt arrangiert auf einem antiken Keramikteller, dass selbst ein Mailänder Food-Blogger vor Neid erblasst wäre. Die goldenen Herzen glänzten im Sonnenlicht ih...