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Matera 2026: Was sich ändert. Und was bleibt.

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Matera 2026: Was sich ändert. Und was bleibt. Matera ist kein Ort, der sich jedes Jahr neu erfindet. Veränderungen passieren hier langsam. Manchmal fast widerwillig. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf 2026. Nicht als großes Umbruchjahr, sondern als Moment, in dem sich Entwicklungen bündeln. Wer Matera kennt, fragt sich eher: Wird es ruhiger oder noch voller. Wird reguliert oder weiter improvisiert. Und was bedeutet das konkret für Reisende, Langzeitbesucher oder Menschen, die schon länger mit dem Gedanken spielen, wiederzukommen. Hintergrund: Von der Randlage zum Dauerinteresse Matera war lange abgehängt. Wirtschaftlich, infrastrukturell, touristisch. Die Sassi galten bis in die 1950er-Jahre als Schande des Landes. Umsiedlungen, Verfall, Leerstand. Dann kam der langsame Perspektivwechsel. UNESCO-Welterbe 1993. Europäische Kulturhauptstadt 2019. Seitdem steht Matera auf vielen Karten, auf denen es vorher nicht vorkam. 2026 ist kein neues Kapitel, sondern eher eine Fußnote, di...

Sophia Loren: Eine Ikone des Kinos feiert ihren 90. Geburtstag

 Rom - Sie hat die goldene Ära des italienischen Kinos geprägt wie kaum eine andere und wurde zu einem Symbol von Schönheit, Talent und Eleganz: Sophia Loren, die heute ihren 90. Geburtstag feiert, ist mehr als eine Schauspielerin – sie ist eine Legende.

Mit ihren großen braunen Augen, der unverkennbaren Ausstrahlung und einer Präsenz, die Kinoleinwände auf der ganzen Welt füllte, stieg Sophia Loren zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des internationalen Films auf. Sie wurde am 20. September 1934 als Sofia Villani Scicolone in Rom geboren und wuchs unter bescheidenen Verhältnissen in Neapel auf. Aus einfachen Verhältnissen in die glamouröse Welt des Films aufzusteigen, das schien damals unmöglich – doch Loren bewies das Gegenteil.

Der Aufstieg einer Legende

Ihr Durchbruch kam Anfang der 1950er Jahre, als die italienische Filmindustrie zu neuen Höhen aufstieg. Unter der Regie von Größen wie Vittorio De Sica und neben Schauspielern wie Marcello Mastroianni avancierte Loren schnell zur internationalen Sensation. Filme wie La Ciociara (dt. Und dennoch leben sie, 1960) zeigten nicht nur ihre schauspielerische Tiefe, sondern brachten ihr auch den ersten Oscar als beste Hauptdarstellerin ein – eine Premiere für eine Darstellerin in einer fremdsprachigen Rolle.

Ihre Karriere umspannt mehr als sieben Jahrzehnte und umfasst über 100 Filme. Ob in Komödien, Dramen oder Liebesfilmen – Loren überzeugte stets durch ihre Authentizität und Natürlichkeit. Sie war nicht nur der Inbegriff italienischer Weiblichkeit, sondern auch eine Rebellin, die sich nie auf ihr Aussehen reduzieren ließ. In einer Zeit, in der Hollywood von makellosen Schönheiten dominiert wurde, eroberte Loren die Herzen des Publikums durch ihre Bodenständigkeit und schauspielerische Tiefe.

Der Mensch hinter der Leinwand

Doch Loren war immer mehr als nur eine Filmikone. Sie verkörperte die Kraft und Würde einer Frau, die sich in einer von Männern dominierten Branche behauptete, ohne dabei ihre Herkunft zu verleugnen. Immer wieder betonte sie, wie sehr sie von ihrer Kindheit in den Straßen Neapels geprägt wurde – eine Stadt, die ihr Temperament und ihren unerschütterlichen Willen formte.

Ihr Privatleben, oft im Fokus der Öffentlichkeit, war von Beständigkeit geprägt. Ihre langjährige Ehe mit dem Produzenten Carlo Ponti, die 1966 begann und bis zu seinem Tod 2007 hielt, galt als eine der stabilsten und bewunderten Partnerschaften in der sonst so flüchtigen Welt des Films.

Ein Vermächtnis für die Ewigkeit

Auch mit 90 Jahren bleibt Loren aktiv. Noch 2020 kehrte sie in dem Netflix-Film Du hast das Leben vor dir, erneut unter der Regie ihres Sohnes Edoardo Ponti, auf die Leinwand zurück. Ihre Darstellung der Holocaust-Überlebenden Madame Rosa brachte ihr zahlreiche Auszeichnungen und Lobeshymnen ein – der Beweis, dass ihre Strahlkraft auch im hohen Alter ungebrochen ist.

Zum 90. Geburtstag blickt die Welt nicht nur auf das beeindruckende Werk einer außergewöhnlichen Schauspielerin, sondern auch auf das Vermächtnis einer Frau, die mit Würde, Eleganz und Beharrlichkeit ihren Weg ging. Sophia Loren hat die Zeit überdauert – und wird es weiterhin tun. Ihre Filme, ihre Persönlichkeit und ihre unvergängliche Ausstrahlung haben sie zu einer Legende gemacht, deren Glanz auch in den kommenden Generationen leuchten wird.

Alles Gute, Sophia Loren!

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