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Matera im Mittelalter – Stadtlandschaft, Machtstrukturen und das alltägliche Leben

  Matera im Mittelalter – Stadtlandschaft, Machtstrukturen und das alltägliche Leben Matera wirkt heute manchmal wie ein Ort, der zufällig in der Zeit stehen geblieben ist. Genau dieser Eindruck führt direkt ins Mittelalter, denn viele Strukturen der Altstadt – besonders in den Sassi – wurzeln in jener Epoche. Die verzweigten Höhlenhäuser, die teilweise übereinander gestapelt wirken, waren keine romantische Kulisse, sondern überlebenswichtige Architektur. Praktisch, zweckmäßig, oft hart. Und dennoch erstaunlich raffiniert. Stadtstruktur: Ein Gewirr, das Sinn ergab Die mittelalterliche Stadtstruktur Materas bestand aus engen Gassen, natürlichen Terrassen und Felskammern. Vieles entstand nicht durch planerische Meisterleistung, sondern durch Anpassung. Man baute, wo Fels war – und wo Wasser erreichbar blieb. Die Bewohner nutzten ausgeklügelte Zisternensysteme, die Regenwasser sammelten und verteilen konnten. Keine Luxuslösung, eher ein System, das Notwendigkeit in Technik verwan...

Wie alt sind die Sassi in Matera?

 Genau weiß man es nicht. Man schätzt aber viele Tausende von Jahren. Die Ursprünge der Sassi von Matera reichen bis in die prähistorische Zeit zurück, aber die meisten der heute sichtbaren Strukturen stammen aus dem Mittelalter. Es gibt Hinweise darauf, dass die Region bereits in der Altsteinzeit vor etwa 8.000 Jahren besiedelt war, aber die Entwicklung der Sassi, wie wir sie heute kennen, erfolgte hauptsächlich zwischen dem 8. und 13. Jahrhundert.

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